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Gerd Schultze Rhonhof

Gerd Schultze-Rhonhof

Der 1939 geborene Autor war als Offizier der Bundeswehr beschäftigt, zuletzt als Generalmajor, und schied 1995 auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst aus.

Danach trat er als Autor geschichtsrevisionistischer Bücher hervor.

Anscheinend hat er keinerlei Berührungsängste mit Rechtsextremisten. So hielt er 2004 Externer Linkeine Festrede zur 50-Jahr-Feier der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger und sagte unter anderem:

Ich sage diese Glückwunsch ohne jeden politischen oder historischen Vorbehalt, ohne jedes Bedenken - mit dem stolzen Gefühl, daß Sie ausgerechnet mich ausgewählt haben, Ihnen heute die Festrede zum Geburtstag zu halten. Ich fühle mich als Nachkriegssoldat sehr geehrt, daß ich vor den letzten noch Lebenden einer Elite der Wehrmacht und der Waffen-SS sprechen darf.

(...)

Sie, die Träger des Ritterkreuzes, waren nach Leistung, Erfolg und Haltung im Gefecht die Elite der Wehrmacht und der Waffen-SS. Das Gefühl, dies gewesen zu sein, darf Ihnen kein Neid, keine Schmähung und kein politisch-historischer Vorbehalt nehmen.

Nun gibt oder gab es unter den Ritterkreuzträgern durchaus einige Leute, die man ohne weiteres als Verbrecher bezeichnen darf; als Beispiel sei etwa Externer LinkWalter von Reichenau genannt, der seiner Truppe "die Notwendigkeit der harten, aber gerechten Sühne am jüdischen Untermenschentum" ans Herz legte.

Von diesen Erfüllungsgehilfen, die Hitlers Völkermord freiwillig mitgetragen haben, hat sich der Rest der Ritterkreuzträger bis heute nicht distanziert. Wenn Gerd Schultze-Rhonhof derart vorbehaltlos wie oben zitiert die Ritterkreuzträger lobt, dann schließt er zwangsläufig die erwähnten Kriegsverbrecher mit ein. In derselben Rede erwähnte er zwar ganz allgemein Verbrechen der Wehrmacht - die nach seiner Ansicht wohl ohnehin nur Einzelfälle gewesen seien -, äußert aber keinerlei Kritik an den Leichen im Keller der Ritterkreuzträger.

Schultze-Rhonhof verglich das Bundesverfassungsgericht mit dem Volksgerichtshof der Nazis, nachdem das Gericht entschieden hatte, die Äußerung "Soldaten sind Mörder" sei unter bestimmten Umständen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Er tritt bei Veranstaltungen der Burschenschaften auf und benutzt in seinem Buch "Der Krieg, der viele Väter hatte" die Werke von Holocaustleugnern und Rechtsextremisten.





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© Jürgen Langowski 2017