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Zündel Airlines

Nazi-UFOs, Hohlerde und der Holocaust

Nazi und Pinguin
Naziforschung

Ende der siebziger Jahre hatte der Holocaustleugner Ernst Zündel eine Idee.

In einem Werbebrief seiner Firma verkündete er, UFOs seien eine Realität, und sie seien womöglich sogar eine Geheimwaffe der Nazis gewesen. Zu diesem Thema verkaute er Bücher wie "Hitler am Südpol" und "UFO's – Nazi Secret Weapon?", das er unter dem Namen Christof Friedrich selbst verfasst hatte.

Außerdem bot er für 9999 Dollar eine Expedition zum Südpol an, um Hitler zu suchen, der mit den reichsdeutschen UFOs über den Zugang am Südpol möglicherweise ins Innere der Hohlerde geflohen sei.

Zündel-Frisbee
Zündel-Frisbee

Bis zum Start konnte man sich mit einer ebenfalls bei Zündel erhältlichen Original-Nazi-Ufo-Frisbeescheibe die Zeit vertreiben.

Für die Ausstattung der angehenden UFO-Forscher war gesorgt: Auf einem Flugblatt druckte Zündel einen Fragenkatalog an außerirdische Raumschiffbesatzungen ab und vergaß auch nicht ein Muster für den UFO-Forscher-Ausweis, mit dem man sich während der Nachforschungen den Aliens gegenüber legitimieren konnte. Zur Ausrüstung des UFO-Forschers gehörte natürlich auch eine UFO-Erkennungstafel mit bekannten Prototypen; auch reichsdeutsche Flugscheiben durften da nicht fehlen.

Auf Zündels Werbezetteln fällt die Häufung von SS-Runen und Hakenkreuzen auf. Der Verdacht liegt nahe, dass er dies nicht sonderlich ernst gemeint hat, sondern nur auf den Zug aufspringen und sich einen neuen Kundenkreis für seine den Holocaust leugnenden Schriften erschließen wollte.

Dies alles liegt lange zurück, ist aber heute noch aktuell. Zündels Ideen wurden vielfach aufgegriffen und weiter entwickelt. Auch in den Büchern Jan van Helsings gibt es einen Abschnitt über die "reichsdeutschen Flugscheiben", der vermutlich auf Ernst Zündel zurückgeht. Van Helsing bezieht bezieht sich mindestens einmal auf Zündels Samisdat-Verlag, eine Verbindung ist also in jedem Fall vorhanden.

 


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© Jürgen Langowski 2017