Home
Themen
ABC
Literatur
Der Krieg
Mord u. Verfolgung
Personen
Organisationen
Tricks/Zahlenspiele
Feindbilder
Impressum

Die Literatur der Auschwitzleugner

Udo Walendy, Historische Tatsachen Nr. 26

Zitate aus Edwin Blacks Buch "The Transfer Agreement", auch in Walendys Wiedergabe, sind hervorgehoben.


Beginnend auf Seite 5 bespricht Udo Walendy in Historische Tatsachen Nr. 26 das Buch The Transfer Agreement von Edwin Black.

Nach einigen einführenden Worten leitet Walendy das erste Zitat aus Blacks Buch mit der Bemerkung ein, dass

(...) schließlich sich
"die Wolken über der Welt durch den Rauch der eingeäscherten Menschen in den Vernichtungslagern wie Auschwitz und Treblinka verdunkelten." (S.V. + 378)

HT26, S. 5

Ich vermute, in der Quellenangabe ist Walendy ein Tippfehler unterlaufen, und das sollte heißen: "S. 378". Auf Seite 378 steht bei Black tatsächlich etwas über Treblinka und dunkle Wolken. Allerdings nicht im gleichen Satz und nicht in dieser Reihenfolge.

Um es deutlicher zu sagen: Was Walendy den Lesern als Zitat aus Blacks Buch anbietet, steht in dieser Form nicht im Buch. Die Textstelle lautet folgendermaßen (meine Übersetzung):

In riesigen Tötungsfabriken wurden die Juden vergast und kremiert. Die Namen Auschwitz und Treblinka wurden ins Gedächtnis der Menschheit eingebrannt. Dies war die Endlösung.

Sechstausend kamen täglich allein nach Auschwitz. Manche wurden getäuscht. Die meisten wußten es. Die übrige Welt schöpfte Verdacht. Zeitungen berichteten über die Existenz der Vernichtungslager, Karikaturen auf den Titelseiten zeigten den Todesengel, der über den Juden Europas stand, und die Wolken über der Erde verdunkelten sich durch den Rauch der eingeäscherten Menschen.

Black, S. 378

Nur eine Kleinigkeit, gewiss; aber wir müssen doch festhalten, dass Walendy ein Zitat aus Blacks Buch umgestellt, gekürzt und verändert hat, ohne dies kenntlich zu machen.

Direkt anschließend formuliert Walendy dann den Vorwurf, Black sei nicht gewissenhaft vorgegangen:

Auch ist es nicht wissenschaftlich zu nennen, wenn E. Black jüdisch-amerikanische Zeitungsberichte aus den Jahren 1933 und danach über angebliche Geschehnisse in Deutschland, ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, als Fakten präsentiert.

HT26, S. 5

Walendys Unterstellung, Black sei möglicherweise unzutreffenden Zeitungsberichten aufgesessen, wird nicht belegt. Walendys Einwand schließt keineswegs aus, dass Black die Zeitungsberichte überprüft und im Gegenteil für richtig befunden hat.

Umgekehrt bleibt Walendy an dieser Stelle den Nachweis schuldig, dass Black Fehler unterlaufen sind; vielmehr beschränkt Walendy sich auf die bloße Andeutung, dass dies der Fall sein könnte.

Der Vorwurf, Black habe Quellen ungeprüft verwendet und dabei womöglich Irrtümer in seinen eigenen Text übernommen, ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf gegen den Verfasser eines historischen Werkes.

Wenn Walendy diesen Vorwurf erhebt oder auch nur andeutet, ein solcher Vorwurf könnte berechtigt sein, den Nachweis dafür aber nicht erbringt, dann muss man nicht etwa Edwin Black, sondern vielmehr Walendy kritisieren: Dies ist mindestens eine Unterlassungssünde, wenn nicht gar ein in voller Absicht unternommener Versuch, Edwin Black durch unbegründete Anschuldigungen in Misskredit zu bringen.

Nur wenige Zeilen später schreibt Walendy über die angeblich unsaubere Arbeitsweise Blacks:

Zu diesem Verhalten von Edwin Black gehört auch, daß er z.B. die jüdische Kriegserklärung an Hitler im Daily Express vom 24. März 1934 ("Judea Declares War On Germany") nicht erwähnt hat, obgleich sie ihm in seinen umfangreichen Studien bekannt geworden sein und von ihm entsprechend ihrer Bedeutung hätte eingeordnet werden müssen.

HT26, S. 5
(Hervorhebung im Original)

Die Meldung mit dieser Schlagzeile ist am 24.3.1933 und nicht 1934 erschienen, wie Walendy irrtümlich schreibt.

Walendy deutet zunächst an, Black habe sich Zeitungsartikel ungeprüft zu eigen gemacht, um genau dies ein paar Zeilen weiter unten mit einem anderen Zeitungsartikel selbst zu tun. Spätestens an dieser Stelle muss man Walendy vorhalten, dass er böswillig und vorsätzlich handelt und mitnichten das Ziel verfolgt, historische Sachverhalte objektiv zu schildern.

Denn indem er Black vorwirft, die sogenannte "Kriegserklärung" im Daily Express nicht berücksichtigt zu haben, räumt Walendy gleichzeitig ein, dass er (Walendy) diesen Zeitungsartikel kennt.

Wenn man aber den reißerischen Beitrag des Boulevardblatts Daily Express im Wortlaut liest, dann stellt man fest, dass es dort in Wirklichkeit um einen Boykott deutscher Waren geht, den Londoner Geschäftsleute ausgerufen haben, um dagegen zu protestieren, dass zu dieser Zeit in Deutschland Ausschreitungen gegen Juden an der Tagesordnung waren.

Diesen Hintergrund verschweigt Walendy. Er nimmt die reißerische Schlagzeile des Daily Express wörtlich und behauptet, es hätte eine "jüdische Kriegserklärung" gegeben, obwohl dies nicht der Wahrheit entspricht. [vgl. "jüdische Kriegserklärungen"]

Die Proteste in London und anderswo, vor allem aber die Gründe für die Proteste, nämlich die Ausschreitungen gegen Juden in Deutschland, stellt Black in seinem Buch durchaus dar - allerdings nicht unter Bezugnahme auf den Artikel des Daily Express, sondern unter Verwendung anderer Quellen. Walendy unterschlägt diese differenzierte Darstellung Blacks und wirft dem Autor - zu Unrecht - Einseitigkeit vor.

Zahlreiche einflussreiche jüdische Organisationen haben sich aus verschiedenen Gründen gegen den Boykott ausgesprochen. Auch diese mäßigenden Stimmen, die Black zu Wort kommen lässt, verschweigt Walendy dem Leser.

Alles in allem muss man Walendy bereits nach Prüfung der ersten Seite seiner Rezension den Vorwurf machen, dass er unsauber arbeitet, wichtige Zusammenhänge in irreführender Absicht verschweigt und Edwin Blacks Argumentation vorsätzlich verfälschend darstellt.

Edwin Blacks Buch The Transfer Agreement behandelt in erster Linie das Jahr 1933. Damals haben verschiedene jüdische Organisationen und Personen gemeinsam mit Vertretern des Hitlerregimes versucht, eine Regelung zu finden, die es möglichst vielen deutschen Juden erlauben sollte, nach Palästina auszuwandern. Dies ist das "Transfer Agreement", das Edwin Black zum Thema seines Buches gemacht hat.

Ein Problem dabei war allerdings, dass die meisten deutschen Juden damals völlig integriert waren. Sie fühlten sich als Deutsche und sahen überhaupt keinen Grund, das Land zu verlassen, das sie als ihre Heimat betrachteten.

Als es dann Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre verstärkt zu Übergriffen von Hitleranhängern gegen deutsche Juden kam, wurden namentlich in England und in den USA scharfe Proteste laut. Die Sprachregelung der Nazis für die Presseberichte über diese Ausschreitungen lautete "Greuelpropaganda". Deutsche Juden schlossen sich dieser Sprachregelung teilweise an und forderten amerikanische jüdische Organisationen auf, die "Greuelpropaganda" zu unterlassen.

Diesen Hintergrund meint Walendy, wenn er in der Rezension von Edwin Blacks Buch schreibt:

Auch die vielfachen und dringenden Appelle von Vertretern des deutschen Judentums an die internationale Öffentlichkeit ließ Edwin Black leider unerwähnt (...)

HT26, S. 5

Danach zitiert Walendy drei Appelle deutscher Juden an ausländische Organisationen, und tatsächlich ist in diesen Zitaten die Rede davon, dass die Auslandspresse die "Greuelpropaganda" gegen Deutschland einstellen möge.

Der Vorwurf, Edwin Black habe einen derart wichtigen Aspekt des Konflikts unerwähnt gelassen, ist so schwerwiegend, dass er eine nähere Untersuchung verdient.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Udo Walendy hat gelogen. Edwin Black erwähnt die Appelle sehr wohl, belegt sie allerdings mit anderen Beispielen als Walendy.

Black geht sogar noch einen Schritt weiter als Walendy. Black dokumentiert nicht nur entsprechende Bitten deutscher Juden an ihre amerikanischen Glaubensbrüder, sondern er legt zusätzlich auch noch dar, dass diese Appelle auf amerikanischer Seite wahrgenommen und teilweise sogar berücksichtigt worden sind. So schreibt Black über den Vorsitzenden des American Jewish Committee:

David Bressler verwarf jeglichen Gedanken an Proteste und beharrte darauf, dass ein solches Vorgehen den deutschen Juden eher schaden als nützen würde. Diese widerstrebende Haltung des Committee ging auf eindringliche Aufforderungen prominenter jüdischer Familien zurück, alle gegen Deutschland gerichteten Proteste oder Boykotte einzustellen.

Black, S. 10

Aus Paris war ähnliches zu hören. So konnten etwa die Angehörigen des American Jewish Committee den American Jewish Congress davon unterrichten, dass

die jüdischen Organisationen, die den Problemen in Europa am nächsten waren, darin übereinstimmen, dass es keine öffentliche Agitation gegen Hitler geben sollte.

Black, S. 12

Zwei Seiten danach erklärt Black dann anhand eines weiteren Zitats, warum verschiedene jüdische Organisationen in Amerika Bedenken hatten, allzu scharf gegen die deutschen Ausschreitungen gegen Juden zu protestieren. Auf einer Veranstaltung in New York las J. M. Proskauer, ein Vertreter des American Jewish Committee, einen Brief von Irving Lehman vor, dem Bruder des Gouverneurs von New York, der sich über eine geplante große Protestveranstaltung folgendermaßen geäußert hatte:

"Ich glaube, die Versammlung könnte die Gefahren für die Juden in Deutschland vergrößern ... im Namen der Menschheit flehe ich Sie an, nicht im Zorn eine Resolution zu verabschieden, die Juden in Deutschland umbringen wird."

Black, S. 14

Jeder Protest gegen Deutschland, lesen wir hier zwischen den Zeilen, hätte sofort zu weiteren Repressionen gegen Juden in Deutschland geführt. Hitler hatte die deutschen Juden als Geiseln genommen, und die amerikanischen Juden hatten dies begriffen.

Hier wird deutlich, warum Walendy wahrheitswidrig behauptet, Black hätte "die vielfachen und dringenden Appelle von Vertretern des deutschen Judentums an die internationale Öffentlichkeit" nicht erwähnt. Hätte Walendy Blacks Ausführungen zu diesem Punkt wahrheitsgetreu wiedergegeben, dann hätte er zwangsläufig auch die Repressionen des Hitler-Regimes erwähnen und gerade das zugeben müssen, was er bestreiten möchte: Die Tatsache nämlich, dass aufgrund der Politik der Nazis bereits zu diesem Zeitpunkt deutsche Juden in Lebensgefahr geschwebt haben, während maßgebliche jüdische Organisationen und Personen bemüht waren, jeden Anlass zu weiteren Eskalationen zu vermeiden.

Die Nachgiebigkeit der Juden gegenüber dem Hitler-Regime ist auch in einer Besprechung bei Göring deutlich geworden, die Edwin Black in The Transfer Agreement auf Seite 34ff schildert. Göring hatte die Anführer bedeutender jüdischer Organisationen in Deutschland in sein Büro zitiert und ihnen mehr oder weniger befohlen, die Auslandspresse von der "Greuelpropaganda" abzubringen.

Die deutschen Juden, von jeher bemüht, als loyale Mitbürger zu gelten, erklärten sich einverstanden. Unter anderem sollten Vertreter nach London und in die USA geschickt werden, um dort auf Goerings Geheiß jegliche Proteste zu unterbinden.

Was der Vorsitzende des jüdischen Centralvereins bei dieser Besprechung für sich behielt, war die Tatsache, dass der Vizepräsident Ernest Wallach längst in die USA gereist und bereits damit beschäftigt war, die schärfsten Kritiker Deutschlands umzustimmen.

Ich füge zur Erinnerung noch einmal Walendys Behauptung ein:

Auch die vielfachen und dringenden Appelle von Vertretern des deutschen Judentums an die internationale Öffentlichkeit ließ Edwin Black leider unerwähnt (...)

HT26, S. 5

Wie wir gesehen haben, entspricht dies nicht der Wahrheit. Vielmehr lässt Walendy wider besseres Wissen sämtliche Quellen unerwähnt, die Edwin Black zu genau diesem Punkt herangezogen hat. Black schreibt sogar explizit:

Verängstigte deutsche Juden verdoppelten nun ihre panischen Anstrengungen, gegen ausländische Proteste und Zeitungsberichte Front zu machen. Sie flehten ihre New Yorker Glaubensbrüder an, alle weiteren Protestaktionen einzustellen und vor allem nicht mehr dem Boykott deutscher Waren das Wort zu reden.

Black, S. 49

Walendy ignoriert Edwin Blacks differenzierte Ausführungen zu den Appellen und Bemühungen deutscher Juden - und erhebt anschließend den Vorwurf vor, Edwin Black hätte diese Aktivitäten nicht erwähnt. Es kann sich nicht um ein Versehen oder einen Irrtum handeln. Wenn Walendy Edwin Blacks Buch bespricht, muss er dies gelesen haben.

Walendys Behauptung sieht in etwa folgendermaßen aus: Es gab Vermittlungsbemühungen deutscher Juden, die aber erstens ungehört verpufft sind und die Edwin Black zweitens den Lesern verschweigt.

Wie wir gesehen haben, ist beides nicht wahr. Offenbar geht es Walendy weniger um historische Tatsachen, sondern eher um "Historische Tatsachen", die ihre Anführungszeichen verdient haben.

Auf Seite 9 in Historische Tatsachen Nr. 26 nimmt Walendys "Argumentation" sogar leicht skurrile Züge an. Dort kritisiert er, dass Blacks Betrachtung erst 1933 ansetzt und kommentiert Blacks Arbeitsweise wie folgt:

Er untersucht dabei aber auch leider nicht die Bedingungen, unter denen Hitler die schwere Last der politischen Verantwortung übernahm oder was konkret in diesem Jahr der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in Deutschland mit den Juden geschehen ist.

HT26, S. 9

Der erste Punkt - die Bedingungen, unter denen Hitler die Macht übernahm - ist nicht das Thema des Buches. Man kann Edwin Black kaum vorwerfen, dass er etwas nicht behandelt hat, was nicht sein Thema ist. Wie der Titel schon sagt, geht es um The Transfer Agreement - ein Abkommen zwischen dem Naziregime und jüdischen Gruppen, das es deutschen Juden ermöglichen sollte, nach Palästina auszuwandern.

Walendy meint offenbar, hier wäre eine Untersuchung der Randbedingungen von Hitlers Machtergreifung notwendig gewesen, und dies sei eine zu kritisierende Unterlassungssünde. Die Begründung, warum dies eine wichtige Randbedingung ist, die Black hätte untersuchen müssen, bleibt Walendy schuldig.

Die zweite Frage, "was konkret in diesem Jahr der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in Deutschland mit den Juden geschehen ist", kommt in Blacks Buch mehrfach zur Sprache. Edwin Black beschreibt, dass die Juden in Deutschland verfolgt wurden, was Walendy aber - wie bereits geschildert - offenbar nicht gelten lassen will.

Schließlich versteigt Walendy sich sogar zu der Behauptung, "mächtige nationalbezogene jüdische Organisationen" hätten Anfang 1933, "die weltweite zentrale Konzentration ihres politischen Willens noch nicht erreicht".

Die Formulierung "noch nicht" suggeriert, diese "weltweite zentrale Konzentration" sei irgendwann später erreicht worden. Walendy belegt diese implizite Behauptung weder durch Angabe einer Textstelle in Edwin Blacks Buch, noch durch Erwähnung irgendwelcher anderer Beweise. Auch diese Behauptung steht also unbelegt im Raum.

Anschließend zählt Walendy einige jüdische Organisationen auf, die für den Boykott gegen Deutschland verantwortlich gewesen seien:

"World Jewish Economic Conference", "The Second World Conference", "Preparatory World Jewish Conferences", "Central Jewish Committee".

HT26, S. 9

Walendy unterlässt es aus gutem Grund, die Bedeutung und die politischen Standorte der genannten Gruppen differenziert darzustellen, obwohl Black in seinem Buch einiges dazu geschrieben hat.

Beispielhaft sei dies hier für die World Jewish Economic Conference nachgeholt. Samuel Untermyer, die wichtigste Figur der jüdischen Weltwirtschaftskonferenz und ein entschiedener Befürworter von Boykottmaßnahmen gegen Deutschland, wird einerseits von Edwin Black als "ein höchst geachteter Vorkämpfer des Judentums" (Black, S. 189) bezeichnet.

An anderer Stelle heißt es bei Black jedoch, Untermyers jüdische Weltwirtschaftskonferenz sei nach Ansicht einiger jüdischer Beobachter eine "unautorisierte Versammlung" (Black, S. 193) gewesen. Außerdem war Untermyer "ein populärer Gegenspieler von Stephen Wise, der sich bisher [d.i. Juni/Juli 1933] noch nicht für den Boykott ausgesprochen hatte" (Black, S. 189). Auch der sicherlich nicht völlig unbedeutende Chaim Weizmann hat sich gegen den Boykott und damit gegen Untermyer gewandt. (Black, S. 201).

Diese differenzierte Betrachtung der verschiedenen jüdischen Organisationen, die teilweise gegeneinander gearbeitet und miteinander konkurriert haben, unterschlägt Walendy aus verständlichen Gründen: Wer ein schwarzweißes Feindbild malen möchte, ist für Differenzierungen nicht zu haben.

Seine verzerrte Darstellung krönt Walendy mit einem erneuten Verweis auf die "jüdische Kriegserklärung" im Daily Express vom 24.3.1933. Walendy bleibt auch hier wieder den Nachweis schuldig, dass es eine solche Kriegserklärung überhaupt gegeben hat.

Dem betreffenden Artikel des Daily Express ist trotz der reißerischen Überschrift kein konkreter Hinweis darauf zu entnehmen, wer diese "Kriegserklärung" in wessen Namen ausgesprochen hat; so wird dort beispielsweise keine einzige verantwortliche Person oder Organisation genannt. Die Behauptung, es hätte eine jüdische Kriegserklärung gegeben, müsste in diesem Fall - da bei Black nichts darüber zu finden ist - von Walendy durch andere Quellen gestützt werden, was jedoch aus einem sehr einfachen Grund unterbleibt: Solche Quellen existieren nicht.

Schließlich erhebt Walendy auch noch den unberechtigten Vorwurf, all dies (die Boykottaufrufe verschiedener Gruppen und die "Kriegserklärung") hätte stattgefunden

ohne daß sich irgendeine ausländische nationale Gruppierung des Judentums von jener Veröffentlichung jemals distanziert hätte.

HT26, S. 9

Wie bereits ausgeführt, geht aus Edwin Blacks Buch, das Walendy hier zu rezensieren vorgibt, unzweideutig hervor, dass dies nicht wahr ist. Außerdem könnten wir an dieser Stelle auf das Buch Legenden, Lügen, Vorurteile von Wolfgang Benz verweisen, wo wir zu diesem Thema folgendes finden:

Die Vertretung der in Großbritannien ansässigen Juden, der Jewish Board of Deputies, erklärte vielmehr (The Times vom 27. März 1933), er wolle sich nicht in innerdeutsche Angelegenheiten einmischen. Boykottmaßnahmen und Protestveranstaltungen seien "spontane Ausbrüche der Empörung" einzelner Personen, aber nicht vom Board organisiert.

W. Benz, Legenden, Lügen, Vorurteile, S. 122

Da es keine Kriegserklärung gab, konnte sich natürlich auch niemand von ihr distanzieren. Eine Boykottbewegung gab es jedoch - und von der haben sich, was Walendy wider besseres Wissen bestreitet, in der Tat jüdische Organisationen und einflussreiche Einzelpersonen distanziert.

Schließlich unterläuft Walendy auch noch ein haarsträubender Fehler. Er schreibt in HT26 auf Seite 9 über die weiter oben beschworene jüdische Weltmacht:

Alle diese Aktivitäten und grenzüberschreitenden Organisationen statteten den Anspruch auf politischen Einsatz einer solchen weltweit wirksamen Macht mit realem Hintergrund aus, - zu einer Zeit, da Hitler noch nicht einmal richtig Herr im eigenen Haus war und sein erstes Kabinett mehrheitlich nicht aus NSDAP-Mitgliedern zusammengesetzt war.

HT26, S. 9

Zuerst der Hinweis auf den Einsatz einer "weltweit wirksamen Macht", die es aufgrund der oben dargestellten Auseinandersetzungen jedoch nie gegeben hat, und dann auch noch eine falsche zeitliche Einordnung, die Walendy als Historiker völlig diskreditieren würde, wenn er denn einer wäre: Die Aktivitäten der oben erwähnten jüdischen Organisationen lagen zeitlich nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes. Hitler war sehr wohl der "Herr im eigenen Haus". Genauer gesagt, verfügte er seit dem 23. März 1933 über diktatorische Vollmachten und wurde nicht mehr vom Parlament kontrolliert.

Die World Jewish Economic Conference, die Walendy hier unter anderem mit den "Aktivitäten und grenzüberschreitenden Organisationen" meint, fand jedoch erst im Juli 1933 statt, die "Second World Jewish Conference" (Walendy hat den Namen nicht korrekt wiedergegeben) war im September 1933, die "Preparatory World Jewish Conference" im August 1933.

Die angebliche "jüdische Kriegserklärung", auf die Walendy sich ebenfalls bezieht, stand am 24.3.1933 im Daily Express, also genau einen Tag, nachdem Hitler mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet worden war.

Es ist nicht wahr, wenn Walendy behauptet, Hitler sei zu diesem Zeitpunkt nicht der "Herr im eigenen Haus" gewesen.

Eine weitere Verzerrung der wirklichen historischen Gegebenheiten finden wir in HT26, Seite 10. Dort leitet Walendy ein Zitat aus Blacks Buch folgendermaßen ein:

Während Hitler in seiner Reichtstagsrede am 23. März auf die Notwendigkeit eines guten Kontaktes zum Ausland und den dortigen Märkten hinwies und sein außenpolitisches Programm sogar die Zustimmung der SPD gefunden hatte, breiteten sich in London die Plakate "Boycott German Goods" inflationsartig aus und waren nun in den Fenstern der meisten bedeutenden West-End-Geschäfte zu sehen. Autos mit Boykott-Plakaten kreuzten langsam durch die Geschäftsviertel. Überall verweigerten Schilder an den Geschäften Deutschen den Eintritt. ... schon hatte der Boykott den deutschen Handel um Hunderte Tausend Pfund beeinträchtigt.

HT26, S. 10/11

Walendy geht hier vor, wie man es von "Revisionisten" kennt: Hitlers "Friedensreden" werden wörtlich genommen, obwohl Hitler selbst erklärt hat, dass diese Reden ein Mittel der Propaganda waren. Die Gelegenheiten, bei denen die Nazis gewissermaßen "Klartext" gesprochen haben, werden dagegen ignoriert. Umgekehrt werden die Äußerungen radikaler, aber bedeutungsloser jüdischer Gruppen und Personen übersteigert dargestellt, während die mäßigenden und beschwichtigenden Stimmen der einflussreichen jüdischen Organisationen unter den Tisch fallen. Diese einseitige Darstellung dient offenbar dem Aufbau eines Feindbildes, das früher kurz und bündig so formuliert wurde: "Der Jude ist unser Unglück."

Die zweite Täuschung besteht darin, dass das Zitat manipuliert ist. Oben steht, was Walendy in HT26, S. 10f abgedruckt und als Zitat von Edwin Black ausgegeben hat. Bei Edwin Black lautet die Textstelle folgendermaßen:

Am nächsten Tag, am 24. März, erkannten die Führer des Reichs, dass die Boykottbewegung, vor allem in Großbritannien, an Boden gewann. Plakate mit der Aufschrift "Boykottiert deutsche Waren" breiteten sich rasch in ganz London aus und waren inzwischen sogar in den exklusivsten Geschäften des West End zu sehen. Autos mit Boykottplakaten fuhren langsam durch die Geschäftsviertel und machten die Kunden auf den Boykott aufmerksam. Überall verwehrten Schilder in den Geschäften deutschen Vertretern den Eintritt. Der Erzbischof von Liverpool hatte die britischen Katholiken aufgefordert, sich dem Protest anzuschließen. Der Londoner Daily Herald veröffentlichte ein Interview mit einem prominenten jüdischen Anführer, der einräumte: "Die [jüdischen] Anführer sind ins Hintertreffen geraten", aber das jüdische Volk "treibe seine Anführer weiter." Der Boykott hatte "dem deutschen Handel bereits einen Schaden von mehreren hunderttausend Pfund zugefügt."

Black, S. 34

Walendy hat genau die Textstellen gekürzt, aus denen hervorgeht, dass die Boykottbewegung eine Massenbewegung war und keineswegs auf jüdische Gruppen beschränkt blieb. Der Bischof von Liverpool passt eben nicht ins Bild einer jüdischen Machtclique, die sich gegen Deutschland verschworen hätte.

Zweitens ist anzumerken, dass bei Walendy die Zuordnung der Textstellen nicht stimmt. Black zitiert den Daily Herald, der seinerseits in wörtlicher Rede einen jüdischen Anführer zitiert. Die Aussage, der deutsche Handel habe "einen Schaden von mehreren hunderttausend Pfund" erlitten, ist die Meinung des erwähnten jüdischen Anführers und nicht etwa ein Kommentar von Edwin Black.

Erinnern wir uns an den Vorwurf, den Walendy in HT26 auf Seite 9 gegen Edwin Black erhoben hat:

Behauptungen hierüber [d.h. Ausschreitungen gegen Juden] übernimmt er gelegentlich ungeprüft der jüdischen Auslandspresse.

HT26, S. 9

An dieser Stelle hat Walendy freilich selbst die Aussage eines obendrein namentlich nicht genannten jüdischen Anführers ungeprüft übernommen.

Würde Walendy redlich vorgehen, dann müsste er den angeblichen "Schaden von mehreren hunderttausend Pfund" mit der gleichen Anmerkung versehen wie oben und sagen: "Ich weiß nicht, ob das stimmt, ich habe das nicht überprüft, und ich weiß auch nicht, ob Black das überprüft hat."

Walendy lässt jedoch die Anführungszeichen weg und gibt die Einschätzung des Schadens ohne Anführungszeichen in einer Form wieder, die suggeriert, es handele sich hier um eine den Tatsaschen entsprechende Aussage von Edwin Black.

Walendys Marschrichtung ist offenkundig: Was gegen den Nationalsozialismus spricht, wird verharmlost oder geleugnet; was jedoch Juden in einem schlechten Licht erscheinen lässt, wird überzeichnet.

Eine weitere Textstelle, an der Walendys Absichten deutlich werden, ist auf Seite 11/12 in HT 26 zu finden. Über den Besuch Hjalmar Schachts in den USA schreibt Walendy:

Als Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht Anfang Mai 1933 zu einer good-will Reise in den USA eintraf, um die deutsch-amerikanischen Beziehungen aufzubessern, wurde er von Amerikas anti-Hitler-Tumulten umfangen. Am 10. Mai hatten sich Hunderttausende versammelt, um das Reich anzuprangern. H. Schacht erkannte, daß die Zeitungen fortfahren würden, antideutsche Nachrichten zu verbreiten, die den Boykott deutscher Waren ohne Möglichkeit einer diplomatischen Einwirkung ausweiten würden. Ja, es wurde Klartext gesprochen: Die deutsche Wirtschaft soll zerstört werden. (S. 119)

HT26, S. 11/12

Die betreffenden Textstellen befinden sich in Edwin Blacks Buch auf den Seiten 118 und 119. Was Walendy hier nicht wörtlich zitiert, sondern nur paraphrasiert, sieht bei Edwin Black folgendermaßen aus:

Hjalmar Schacht erkannte inmitten der gegen Hitler gerichteten Tumulte in den USA, dass sich am 10. Mai Hunderttausende amerikanischer Bürger versammeln würden, um das Reich anzuklagen. Schacht wusste, dass die Zeitungen auch weiterhin antinazistische Nachrichten bringen würden, dass ein Artikel den Nächsten anregen und dass alle zusammen den Boykott weiter anfachen würden.

Black, S. 118

Man beachte die Akzentverschiebung: "antinazistisch" heißt es bei Black ("anti-Nazi news"), während Walendy "antideutsche Nachrichten" schreibt. Dahinter steckt Walendys Unterstellung: Wer gegen Nazis ist, der ist automatisch auch gegen Deutschland.

Walendy unterschlägt zudem die ebenfalls bei Black nachzulesende Tatsache, dass Schacht nicht überall auf vorbehaltlose Ablehnung gestoßen ist. Die Auslandspresse wusste, ganz im Gegensatz zu Walendy, durchaus zwischen den Naziherrschern und dem Wohlergehen Deutschlands zu differenzieren.

Direkt anschließend, von Walendy jedoch ignoriert, zieht Black einen Artikel der New York Times heran, der dies bestätigt. Einen Tag vor einer großen Protestveranstaltung am 10. Mai veröffentlichte die NYT folgende Schlagzeile:

"Leiter der Reichsbank zu Gesprächen im Weißen Haus eingetroffen, ergreift Gelegenheit, der Kritik an den Nazis einen Riegel vorzuschieben."

Black, S. 118

Wie Black im Folgenden erläutert, wünschte die New York Times dem deutschen Finanzexperten

Schacht "alles Gute" für seine Bemühungen, die marode deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Aber der Artikel sagte auch voraus, dass sein Erfolg davon abhängen würde, dass die antisemitische Kampagne des Reichs, die zu beständigen Vergeltungsmaßnahmen der übrigen Welt führte, beendet werde. Die Zeitung merkte an: "Es heißt, dass sein Wort in Berlin in allen Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten Gesetz ist, und so ist es ein Segen, dass Dr. Schacht mit eigenen Ohren hören kann", was an Protest gegen die Nazis vorgebracht wurde. Der Artikel warnte Schacht, aufzumerken und sich den Tatsachen zu stellen: Der gegen die Nazis gerichtete Boykott zerstörte die deutsche Wirtschaft.

Black, S. 118f

Walendy hat Ursache und Wirkung ins Gegenteil verkehrt. Ursache waren die Ausschreitungen gegen Juden in Deutschland; die Konsequenz war der Boykott.

Eine weitere Irreführung der Leser kann Walendy in HT26 in Zusammenhang mit Chaim Arlosoroff nachgewiesen werden. Walendy druckt auf Seite 12 ein Foto von Chaim Arlosoroff ab, das er wahrscheinlich aus Edwin Blacks Buch The Transfer Agreement übernommen hat. Das Bild trägt in HT26 die folgende Unterschrift:

Chaim Arlosoroff
Als Zionist setzte er sich nachhaltig für eine Verständigung mit dem Nationalsozialismus ein, gewiß in erster Linie, um seinem Volk zu helfen. Seinen Einsatz bezahlte er mit dem Leben. Bereits im Juni 1933 wurde er von "Revisionisten" nördlich Haifa ermordet.

HT26, S. 12

Mit "Revisionisten" ist hier eine radikale zionistische Splittergruppe um Jabotinsky gemeint, die dem Naziregime gegenüber eine ausgesprochen feindselige Haltung an den Tag gelegt hat. Auf Seite 16 kommt Walendy noch einmal auf Arlosoroffs Ermordung zurück:

Der kürzlich zuvor - am 16. Juni 1933 - nördlich von Haifa verübte Mord an Chaim Arlosoroff, einem Mitglied des Jewish Agency Executive Committee und einem der am meisten respektierten Zionisten, durch Angehörige jener radikalen "Revisionisten", hatte gerade auf diesem Kongreß in Prag die Gegensätze besonders verstärkt.

HT26, S. 16
Chaim Arlosoroff
Chaim Arlosoroff

Walendy nennt in Zusammenhang mit Arlosoroffs Tod keine Quelle; da dies aber in der Besprechung von Blacks Buch erwähnt wird, ist davon auszugehen, dass Walendy auch hier Edwin Blacks Buch zugrunde gelegt hat.

Tatsächlich sind in Edwin Blacks Buch The Transfer Agreement auf Seite 151 und Seite 157 Bemerkungen zu Arlosoroffs Tod zu finden. Das Foto, das Walendy offenbar von Black übernommen hat, ist im Bildteil zwischen den Seiten 208/209 abgedruckt. Wahrscheinlich bezieht Walendy sich auf die folgende Textstelle bei Edwin Black, in der von den Ereignissen des 16. Juni 1933 die Rede ist:

An diesem Tag hatte die revisionistische Zeitung Hazit Haam einen Artikel veröffentlicht, den viele für eine öffentliche Morddrohung hielten.

Black, S. 151

Hätte Edwin Black weiter nichts zu diesem Thema geschrieben, dann könnte man glauben, es habe sich tatsächlich um eine Morddrohung gehandelt, die in die Tat umgesetzt worden ist.

Doch dem ist nicht so. Black hat noch einiges mehr zu diesem Thema gesagt, und was er gesagt hat, steht in krassem Gegensatz zu dem, was Walendy behauptet.

Walendy lässt, sicher nicht von ungefähr, mehrere wichtige Textstellen in Blacks Buch unberücksichtigt:

Die Bedrohung von arabischer Seite wurde genauso real und zwang Arlosoroff, eine Pistole bei sich zu tragen, wenn er durch arabische Gebiete reiste.

Black, S. 151

Chaim Arlosoroff hat am Abend des 16. Juni 1933 einen Spaziergang gemacht. Zwei Männer, die aus der Ferne wie Juden wirkten, haben ihm aufgelauert. Einer hat ihn angesprochen.

Der größere leuchtete Chaim mit einer Taschenlampe ins Gesicht und sagte: "kamah hashaa" - eine falsche Konstruktion der hebräischen Wendung für "Wie spät ist es?"

Black, S. 152

Der zweite Mann zog eine Browning und schoss. Sima, Arlosoroffs Frau, die ihren Mann begleitet hatte und zur Augenzeugin des Mordes wurde, rief:

"Hilfe! Hilfe! Juden haben ihn erschossen!" Der blutende Arlosoroff berichtigte sie sofort, indem er sagte: "Nein, Sima, nein."

Black, S. 152

Über die drei Juden, die später wegen Mordverdachts und/oder Anstiftung festgenommen wurden, schreibt Black:

Ob Stavsky, Rosenblatt und Achimeir wirklich die Mörder waren, wird nie zu klären sein.

Black, S. 157

Auf der gleichen Seite steht bei Black sogar, Sima Arlosoroff sei unter Druck gesetzt worden, um Jabotinskys Revisionisten zu belasten. Zwei der drei vermeintlichen Attentäter wurden wegen widersprüchlicher Beweislage freigesprochen. Der dritte wurde verurteilt, nach einem längeren Berufungsverfahren jedoch ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt.

Fassen wir zusammen:

Herr Walendy sagt unter der Überschrift "Historische Tatsachen": Chaim Arlosoroff ist von Juden umgebracht worden.

Kein Wunder, dass bei dieser krassen Verfälschung des Buches, das Walendy zu besprechen vorgibt, jegliche Quellenangabe unterbleibt. Was Walendy schreibt, hat mit Edwin Blacks Buch nicht das Geringste zu tun und wird durch dieses Buch sogar widerlegt.

Es gibt in "Historische Tatsachen Nr. 26" noch zahlreiche weitere Unstimmigkeiten, Fälschungen und Verdrehungen, deren Aufdeckung jedoch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Es ist eben viel einfacher, etwas Unwahres hinzuschreiben, als eine Lüge aufzudecken; doch sollten diese Ausführungen eigentlich ausreichen, um exemplarisch aufzuzeigen, auf welche Weise die "Revisionisten" (oder Holocaust-Leugner) mit Quellen umgehen.





Siehe auch:

nach oben
© Jürgen Langowski 2017